Fünf Jahrzehnte Zürcher Schauspielhaus

Zürich, 27. August 2015. Der Schauspieler und Regisseur Peter Arens ist tot. Wie das Zürcher Schauspielhaus auf seiner Homepage mitteilt, verstarb Arens im Alter von 87 Jahren am 25. August 2015 im Kreise seiner Familie. Er war zwischen von 1961 und 2007 in über 90 Rollen am Schauspielhaus Zürich zu sehen.

Arens Peter 223 Deutsches Film Institut© Deutsches FilminstitutArens wurde am 18. Februar 1928 in Freiburg im Breisgau als Sohn der Schauspielerin Charlotte Arens geboren. Nach seinem Debüt 1947 am Stadttheater Bern und dem Wechsel zu Heinz Hilpert ans Deutsche Theater Göttingen, führten ihn Engagements u.a. nach München, Hamburg, Wien, Düsseldorf, Berlin, ans Opernhaus Zürich, zu den Salzburger Festspielen und zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Am Schauspielhaus Zürich spielte Arens ab 1961 u.a. die Titelrollen in Camus‘ "Caligula" (1961, Regie: Werner Düggelin) und in Anouilhs "Becket oder die Ehre Gottes" (1962, Regie: Reinhart Spörri) und den Doc bei der Uraufführung von Dürrenmatts "Die Mitmacher" (1973, Regie: Andrzej Wajda/Friedrich Dürrenmatt).

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler war Peter Arens auch als Regisseur am Schauspielhaus Zürich und an diversen anderen Theatern im deutschsprachigen Raum tätig. Regelmäßig wirkte er an Hörspielen, an Film- und Fernsehproduktionen mit. Er spielte in über 60 Filmen, unter anderem den Arzt in der Jeremias Gotthelf-Verfilmung "Uli, der Pächter" (1955), den Komponisten Carl Maria von Weber in "Durch die Wälder, durch die Auen" (1956) und den Vater des kleinen Gaylord in "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung" (1968). 1990 wirkte er im ersten Schweizer "Tatort" mit. Sein letzter Film war 2005 "Villa Amalia".

Peter Arens war mit der Schauspielerin Margrit Ensinger verheiratet, die über drei Jahrzehnte am Schauspielhaus Zürich spielte. Zuletzt lebte er in Stäfa im Kanton Zürich.

(Schauspielhaus Zürich / Wikipedia / DiePresse.com / srf.ch / chr)

 

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