Die Liebende

31. Juli 2017. Die Schauspielerin Jeanne Moreau ist im Alter von 89 Jahren in Paris gestorben. Das melden verschiedene Medien unter Berufung auf ihren Agenten. Sie war, wie man so schön sagt, die Grande Dame des französischen Films. Doch die 1928 in Paris geborene Künstlerin begann ihre große Karriere nach einer Ausbildung am traditionsreichen Konservatorium Paris als Theaterschauspielerin und jüngstes Mitglied der Comédie Française aller Zeiten.

Berühmt wurde Jeanne Moreau Anfang der 1950er Jahre an der Seite von Gérard Philipe in zwei legendären Inszenierungen des berühmten französischen Theatermachers und Gründers des Festival d'Avignon Jean Vilar: "Le Cid" von Pierre Corneille und Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" , wo Moreau die Natalie spielte. 1952 wechselte Moreau von der Comédie Française zu Jean Vilar ans Théâtre National Populaire, wo es in den 1950er Jahren auch berühmte Gastspiele von Brechts Ensemble gab. In den folgenden Jahren spielte sie auch am New Yorker Broadway.

Mit Louis Malles Film "Fahrstuhl zum Schafott" (1957) und "Die Liebenden" (1958) wurde Jeanne Moreau zum Star der Nouvelle Vague und und spielte u.a. in Filmen von Michelangelo Antonioni, Orson Welles, Luis Buñuel, Peter Brook und François Truffaut ("Jules et Jim").

Außerdem führte sie selbst Regie, war in Frankreich auch als Sängerin populär – und kehrte immer wieder ins Theater zurück. Mit dem Kammerspiel "Die Erzählung der Magd Zerline" nach einer Novelle von Hermann Broch (Regie: Klaus Michael Grüber) ging sie (an der Seite von Hans Zischler) ab 1986 von Paris aus auf internationale Tour. Im Lauf ihres Lebens erhielt sie zahlreiche Film- und Theaterpreise.

(Spiegel online / Wikipedia / sd / sle)

Kommentare  
#1 Jeanne Moreau: Liebe für immermarie 2017-07-31 15:23
ich liebte sie sehr ... ich denke viel an sie ... ich werden sie immer lieben
#2 Jeanne Moreau: ihre BesonderheitWilhelm Roth 2017-07-31 23:27
Zur Größe von Jeanne Moreau gehört von Anfang an: Sie hatte ein untrügliches Gefühl bei der Wahl ihrer Regisseure. Schon die immer zitierte Szene aus "Fahrstuhl zum Schafott" ist ein Meisterstück der Regie von Louis Malle. Jeanne Moreau irrt durch das nächtliche Paris in Angst um ihren Geliebten, der ihren Mann ermorden sollte. es regnet, die Trompetenklänge von Miles Davis verstärken noch ihre Einsamkei. Das ist nun 60 Jahre her, aber jeder, der diese Szene damals oder später gesehen hat, wird sie nicht vergessen. Man kann die Sache auch umdrehen: Wenn die Regisseure Jeanne Moreau verpflichteten zeigten sie ein untrügliches Gefühl für die Besondeheit dieser Schauspielerin. Wilhelm Roth
#3 Jeanne Moreau: merciDov 2017-08-01 03:02
Einfach ... MERCI!
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