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Jakob Gühring erhält O.E. Hasse-Preis 2022

26. Oktober 2022. Jakob Gühring, Schauspielstudent des 3. Studienjahres an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, wird mit dem O.E. Hasse-Preis 2022 ausgezeichnet. Das teilt die Akademie der Künste in einer Presseaussendung mit.

Die Auszeichnung soll herausragende Begabungen fördern, ist mit 5 000 Euro dotiert und wird im jährlichen Wechsel an Studierende der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" und der Münchner Otto-Falckenberg-Schule verliehen.

In der Jurybegründung würdigt Klaus Völker, Mitglied des Auswahlgremiums, Jakob Gühring als einen "beseelten Schauspieler, der sein Handwerk perfekt beherrscht" und "mit viel Widerstandskraft und uneingeschränktem Arbeitswillen" die Corona-Zeit gemeistert habe. "Bravourös und von großer Überzeugungskraft zeigte sich Jakob Gührings vielschichtige Darstellungswucht in der Rolle des Friseurs Wilhelm Dietrich Wotan in Ernst Tollers Farce von 1923 'Der entfesselte Wotan'", heißt es in der Jurybegründung weiter. "Mit entfesseltem Spiel- und Irrwitz, zu dem alle Spielerinnen und Spieler sich gegenseitig inspirierten, entwickelte er doch glaubhaft die satirische Figur des deutschnationalen Untertans, dabei Anregungen von Chaplin in 'Der große Diktator' oder Martin Wuttke als Arturo Ui in seine Spieltechnik übersetzend, ohne sie nachzuahmen."

Jakob Gühring wurde 1998 bei Stuttgart geboren, besuchte die Freie Waldorfschule Engelberg und erhielt darüber hinaus eine vielfältige musikalische Ausbildung. So sang er im Knabenchor und spielt mehrere Instrumente. Nach dem Abitur 2017 ging Jakob Gühring nach Berlin und arbeitete unter anderem als Statist an der Deutschen Oper sowie als Regiehospitant am Berliner Ensemble bei Robert Borgmann und am Maxim Gorki Theater bei Ersan Mondtag, bevor er 2019 das Studium an der "Ernst Busch" aufnahm.

Der O.E. Hasse-Preis wird seit 1981 von der O.E. Hasse-Stiftung verliehen, die von der Akademie der Künste betreut wird. Das Auswahlgremium für die Preisvergabe setzt sich aus Mitgliedern des Vorstands der Stiftung zusammen, dem Vorsitzenden Klaus Missbach (Wien/Nürnberg) sowie André Jung (München), Klaus Völker (Berlin) und Jossi Wieler (Berlin), die zudem Mitglieder der Sektion Darstellende Kunst der Berliner Akademie der Künste sind.

Der Preis wird am 2. November 2022, 19 Uhr, in der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" verliehen, die Laudatio hält Klaus Völker.

(Akademie der Künste / Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" / cwa)

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